Mammographie
Die Mammographie ist das wichtigste bildgebende Verfahren zur Beurteilung der Brustdrüse und kann bisher von keinem anderen Verfahren ersetzt werden.
In unserem Brustzentrum gibt es zudem die Möglichkeit der digitalen Mammographie. Bei dieser neuen Methode ersetzt ein digitaler Bildspeicher den klassischen Röntgenfilm. Die Bilder können einer Computeranalyse unterzogen werden, ein Austausch mit weiteren Experten via Internet ist problemlos möglich.
Partner im Bereich der Radiologie sind Herr PD Dr. med. H.-J. Langen als Leiter der Radiologischen Abteilung der Missionsärztlichen Klinik sowie Herr Dr. med. Dipl. Inf. H. Huben am Standort Wertheim.
Die in Würzburg ansässige Radiologische Gemeinschaftspraxis Dres. med. G. Treutlein/ Th. Wetzler/ Prof. Dr. med. A. Tschammler ist zusätzlicher Kooperationspartner des Brustzentrums Main-Tauber.
Als Leiter des Mammographiescreening-Programmes Unterfranken ist Prof. Dr. med. A. Tschammler fester integrativer Bestandteil unseres Brustzentrums.
Bei der Mammographie werden jeweils zwei Röntgenaufnahmen pro Brust angefertigt. Um die Strahlenbelastung gering zu halten und gleichzeitig die Bildschärfe zu erhöhen, muss die Brust dabei etwas komprimiert werden.
Die weibliche Brust ist unmittelbar im Anschluss an die Menstruation am wenigsten druckempfindlich. Daher empfiehlt sich als bester Untersuchungszeitraum für Frauen im geschlechtsreifen Alter – wenn möglich – der Zeitraum vom 5. bis 15. Zyklustag.
Gesucht werden Weichteilverdichtungen und kleinste Verkalkungen, die bei einer Reihe von gutartigen Erkrankungen, aber auch bei Vorstufen von Krebs und bei bereits manifesten bösartigen Tumoren vorkommen können.
Um die bestmögliche Qualität der Interpretation der Mammographiebilder zu erhalten, müssen die Mammographie befundenden Ärzte eine hohe Anzahl von Untersuchungen nachweisen und sich einer strengen jährlichen Qualitätsprüfung im Sinne einer Re-Zertifizierung unterziehen.
Patientinnen, ihre behandelnden Ärzte wie auch radiologisch tätige Kollegen haben die Möglichkeit, eine Zweitbegutachtung von auswärtig angefertigten Mammographien bzw. MRT-Untersuchungen in unserer Abteilung vornehmen zu lassen.
Eine Sonderform der Mammographie ist die Galaktographie. Mit deren Hilfe können Veränderungen der Milchgänge dargestellt werden. Hierzu werden die Milchgänge über die Ausführungsgänge an der Brustwarze mit wässrigem Kontrastmittel angefüllt und schließlich Röntgenbilder der Brust angefertigt. Diese Untersuchung wird dann durchgeführt, wenn es zu meist einseitigen Absonderungen aus der Brustwarze gekommen ist, insbesondere bei blutigem Sekret.

